Service-Navigation

Suchfunktion

Förderung Baumschnitt-Streuobst

Ziel

Die Förderung Baumschnitt-Streuobst aus der Streuobstkonzeption Baden-Württemberg hat das Ziel, durch einen fachgerechten Baumschnitt die Erhaltung und Entwicklung der Streuobstbestände in Baden-Württemberg zu unterstützen und den Lebensraum für streuobstwiesentypische Tiere und Pflanzen zu fördern. Durch den Aufbau von Netzwerken, Arbeitsgruppen und Initiativen sollen Strukturen für die gemeinsame Pflege von Streuobstbäumen geschaffen werden.

Mittelherkunft

Landesmittel

Zuwendungsempfänger

Eine Förderung können Vereine, Aufpreisinitiativen, Landschaftserhaltungsverbände, Mostereien, Abfindungsbrennereien, Kommunen und Gruppen von mindestens drei Privatpersonen beantragen. Über einen Sammelantrag bündeln sie Streuobstflächen mehrerer Eigentümerinnen und Eigentümer bzw. Pächterinnen und Pächter, sodass 100 bis 1.500 Bäume in einem Antrag zusammengefasst sind.

Zuwendungsempfänger sind:

  • Gruppen von Privatpersonen (mindestens 3)
  • Vereine
  • Aufpreisinitiativen
  • Landschaftserhaltungsverbände
  • Mostereien
  • Kommunen
  • Abfindungsbrennereien

Förderfähige Maßnahmen

Gefördert wird der fachgerechte Baumschnitt großkroniger, starkwüchsiger und in weiträumigem Abstand stehender Kern- und Steinobstbäume in allen Entwicklungsstadien (ab dem 3. Standjahr) mit einer Stammhöhe von mindestens 1,40 m im Außenbereich beziehungsweise in der freien Landschaft.

Doppelförderungsausschluss

Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen.

Für im Antrag aufgeführten Flächen, für die Teilnehmende am Sammelantrag Fördermittel im Rahmen von staatlichen Förderprogrammen und Regelungen (z. B. über die Landschaftspflegerichtlinie oder kommunale Förderprogramme zum Baumschnitt) für die gleichen Sachverhalte beantragt oder erhalten haben, wird wegen der gleichen Sachverhalte keine Förderung gewährt.

Flächen, auf denen Ökokonto-oder Kompensationsmaßnahmen durchgeführt werden, sind von der Förderung ausgeschlossen.

Von der Förderung ausgeschlossen sind außerdem

  • Abgestorbene Bäume
  • Brennkirschen- und Walnussbäume
  • Streuobstbestände innerhalb des Siedlungsbereiches bzw. dem Geltungsbereich von Bebauungsplänen. Nicht gefördert werden auch Streuobstbäume, die sich in Hausgärten befinden oder auf Flurstücken mit Hausgartencharakter.
  • Flächen außerhalb Baden-Württembergs

Fördervoraussetzungen

  • Die beantragten Bäume müssen im Förderzeitraum mindestens zweimal fachgerecht geschnitten werden.
  • Nach Durchführung der jährlichen Schnittmaßnahmen ist ein jährlicher Auszahlungsantrag zu stellen. Dem Auszahlungsantrag ist eine Einverständniserklärung aller am Auszahlungsantrag beteiligten Personen beizufügen - sofern diese nicht schon in vorherigen Förderjahren eingereicht wurde.
  • Die Empfänger verpflichten sich, die mit dieser Zuwendung gepflegten Obstbäume für einen Zeitraum von fünf Jahren zu erhalten (Erhaltungspflicht mit Nachpflanzgebot).

Förderung

  • Die Zuwendungen werden in Form von Pauschalbeträgen pro Jahr in Höhe von bis zu 15 Euro pro fachgerecht geschnittenem Baum gewährt.
  • Innerhalb der Förderperiode von fünf Jahren können maximal zwei Schnitte pro beantragtem Baum gefördert werden.

  • Pro Jahr können maximal 30 Prozent der Schnittmaßnahmen gefördert werden.

Zusatzhinweise

Es wird förderrechtlich die Option geschaffen, dass interessierte Kommunen den Fördersatz um bis zu 10 Euro je Baumschnitt erhöhen können. Dieses Top-Up gilt nicht als Doppelförderung.

Antragstellung und zuständige Behörde

Sammelanträge sind bis zum 15. Juli 2020 bei den zuständigen Regierungspräsidien einzureichen.

Hier finden Sie Ihre Ansprechpersonen und Antragsformulare.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur anderen Fördermöglichkeiten und weiteren Themen rund um das Streuobst in Baden-Württemberg finden Sie auch auf dem Streuobstportal des Landes unter www.streuobst-bw.info

Kontakt für mögliche weitergehende Fragen:

E-Mail: streuobst@mlr.bwl.de



Stand: 03/2020

Fußleiste