Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen (UuU)

Ziel

Die Förderung der Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen dient der Unterstützung der Produktionsanpassung an sich wandelnde Marktbedingungen und der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Weinbaus in Baden-Württemberg.

Mittelherkunft

EU

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Bewirtschafter/innen von Rebflächen, die als natürliche Personen, Zusammenschlüsse von natürlichen Personen sowie juristische Personen zuwendungsfähige Maßnahmen durchführen und die damit verbundenen Kosten tragen.

Förderfähige Maßnahmen

Im Rahmen der Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen können in den bestimmten Anbaugebieten Baden und Württembergs folgende Maßnahmen gefördert werden:

  1. Verbesserung der Bewirtschaftungstechnik durch Aufbau von Rebflächen mit dem Ziel, Flächen mit Gassenbreiten von mindestens 1,80 Metern zu schaffen.
  2. Die Schaffung von Direktzugfähigkeit sowie der Aufbau von Rebflächen ohne Vorgabe der Mindestgassenbreite ab einer Hangneigung von 30% (mindestens Hangneigungsklasse 2).
  3. Der Aufbau von Rebflächen nach Bodenordnungsverfahren.
  4. Aufbau von Rebflächen sowie von langfristig funktionsfähigen Böschungen/Mauern in Reblagen mit Lößterrassen/Terrassen, die ein Gefälle ab 30 % aufweisen, die zu einem wesentlichen Teil maximal 8 m breit sind oder deren wegemäßige Erschließung unzureichend ist; die Umstellung auf Querterrassen.
  5. Der Aufbau von Rebflächen sowie von langfristig funktionsfähigen Mauern in terrassierten Handarbeitslagen (Mauersteillagen).
  6. Die ortsfeste Installation von Tröpfchenbewässerungsanlagen.

Fördervoraussetzungen

Allgemeines

  • Die Förderung kann nur auf rechtmäßig zu bestockenden Rebflächen innerhalb Baden-Württembergs erfolgen, für welche eine Genehmigung der Umwandlung von nicht genutzten und noch gültigen Pflanzrechten oder eine Genehmigung der Wiederbepflanzung gemäß den neuen Anbauregeln im Weinbau vorliegt.
  • Die Mindestfläche, die sich aus der Umstrukturierung und Umstellung ergeben muss, darf 3 Ar nicht unterschreiten.

Verbesserung der Bewirtschaftungstechnik

  • Rebsortenwechsel
  • Gassenverbreitung um mindestens 15 cm
  • Umstellung von Flächen mit ungünstigen Bewirtschaftungsstrukturen
  • Umbepflanzung

Art und Höhe der Förderung

Maßnahmen unter 1. und 2.

  • Flurstücke mit einer überwiegenden Hangneigung unter 30 %:
    bis zu 7.000 €/ha
  • Flurstücke mit einer überwiegenden Hangneigung zwischen 30 % bis unter 45 %:
    bis zu 12.000 €/ha
  • Flurstücke mit einer überwiegenden Hangneigung ab 45 %:
    bis zu 18.000 €/ha

Maßnahme 3

  • Bis zu 7.000 €/ha

Maßnahme 4

  • Bis zu 18.000 €/ha

Maßnahme 5

  • Bis zu 32.000 €/ha

Maßnahme 6

  • Bis zu 1.800 €/ha

Förderausschluss

Flächen, die aus Mitteln des Umstrukturierungs- und Umstellungsprogramms gefördert wurden oder werden, sind in den zehn auf die Pflanzung folgenden Jahren von der Förderung der Umstrukturierung- und Umstellung von Rebflächen ausgeschlossen. Die Förderung einer Tröpfchenbewässerungsanlage ist je Fläche nur einmal möglich!

Auf Flächen, die ohne eine erforderliche Genehmigung (siehe Fördervoraussetzungen) mit Reben bepflanzt wurden oder für welche eine erforderliche Genehmigung der zuständigen Behörde bis zum 15. Juli des Jahres nicht vorliegt, ist die Maßnahme nicht förderfähig. Zudem ist eine Förderung auf Grundlage einer Neuanpflanzungsgenehmigung nicht zulässig.

Die vollständige Beschreibung der förderfähigen Maßnahmen, Fördervoraussetzungen, Auflagen sowie Art und Höhe der Förderung entnehmen Sie bitte den Erläuterungen und Ausfüllhinweisen zum Gemeinsamen Antrag des jeweiligen Jahres, die hier abgerufen werden können.

Antragstellung

Für das Durchführungsjahr 2021 war der Förderantrag bis zum 31. Dezember 2020 bei der Unteren Landwirtschaftsbehörde beim Landratsamt einzureichen, der Zahlungsantrag ist über den Gemeinsamen Antrag bis zum 17. Mai 2021 abzuschließen.

Für das Durchführungsjahr 2022 ist der Förderantrag bis zum 31. August 2021 bei der Unteren Landwirtschaftsbehörde beim Landratsamt einzureichen, der Zahlungsantrag ist über den Gemeinsamen Antrag bis zum 16. Mai 2022 abzuschließen. (Link zu den Formularen/Merkblättern)

Bitte beachten: Die genannten Fristen sind Ausschlussfristen!

Vorzeitige Rodung aufgrund der Frostereignisse im Frühjahr 2021

Rebanlagen, die 

  • durch Frostereignisse im Frühjahr 2021 erheblich geschädigt wurden, und deshalb 
  • noch vor der Weinlese 2021 gerodet werden sollen, und die
  • für das Pflanzjahr 2022 (oder später) zur Förderung der Umstrukturierung und Umstellung für Rebflächen vorgesehen sind,

ist die geplante Rodung im Vorfeld bei der zuständigen Unteren Landwirtschaftsbehörde beim Landratsamt unter Angabe von Flurstück, Fläche, Rebsorte, geplanter Maßnahmencode und Gassenbreite rechtzeitig schriftlich anzuzeigen.

Das Meldeformular „5a Meldung vor Rodung“ ist unter Formulare eingestellt. 

Die Flächen und Angaben werden von der Unteren Landwirtschaftsbehörde geprüft. Diese erteilen die Freigabe zur Rodung.



Dokumente und Unterlagen sowie weitere Informationen finden Sie unter dem Button am rechten bzw. unteren Bildrand.

Stand: 05/2021

 

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