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Ausgleichszulage Landwirtschaft (AZL)

Ziel

Die Ausgleichszulage soll durch die Förderung der dauerhaften Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in benachteiligten Gebieten (Berggebiete, naturbedingt benachteiligte Gebiete) zur Erhaltung der Landschaft sowie zur Erhaltung und Förderung von nachhaltigen Bewirtschaftungsmaßnahmen beitragen. Sie dient auch der Erhaltung und der Verbesserung der biologischen Vielfalt, auch in Natura-2000-Gebieten und in Gebieten, die aus naturbedingten oder anderen spezifischen Gründen benachteiligt sind und trägt zur Landbewirtschaftung mit hohem Naturwert bei.

Mittelherkunft

EU, Bund, Baden-Württemberg

Zuwendungsempfänger

  • Aktive Betriebsinhaber im Sinne des Artikel 9 der VO (EU) Nr. 1307/2013, die ihren Betriebssitz in Baden-Württemberg und ihren Unternehmenssitz in einem Mitgliedsstaat der EU haben.
  • Die Kapitalbeteiligung der öffentlichen Hand muss weniger als 25 Prozent des Eigenkapitals des Unternehmens betragen.

Förderfähige Maßnahmen

Gefördert wird der teilweise Ausgleich der Kosten und Einkommensverluste sowie sonstiger Nachteile auf landwirtschaftlich genutzten Flächen in Berggebieten und anderen Gründen benachteiligten Gebieten in Baden-Württemberg. Ab dem Jahr 2019 gilt die neue Gebietskulisse (Berggebiete, aus erheblichen naturbedingten Gründen benachteiligte Gebiete).

Fördervoraussetzungen

Förderfähig sind selbstbewirtschaftete Acker-, Grünland- und Dauerkulturflächen in den abgegrenzten Gebieten in Baden-Württemberg. Bei Grünlandflächen müssen diese mindestens einmal jährlich gemäht oder beweidet werden. Sofern keine jährliche Schnittnutzung erfolgt, ist eine entsprechende Weidepflege erforderlich.

Art und Höhe der Förderung

  • In den Berggebieten werden die Ausgleichsleistungen je Hektar zuwendungsfähiger Fläche nach der Ertragsmesszahl (EMZ) der Gemarkung gestaffelt.
  • In den aus erheblichen naturbedingten Gründen benachteiligten Gebieten werden die Ausgleichsleistungen je Hektar zuwendungsfähiger Fläche differenziert nach Bewirtschaftungssystem des Betriebs und Ertragsmesszahl (EMZ) der Gemarkung, wobei sich das Bewirtschaftungssystem nach dem Futterbauanteil eines Betriebs an seiner LF richtet.
  • Für die Prämiendifferenzierung nach der Ertragsmeßzahl (EMZ) werden die Gemarkungsdaten der Oberfinanzdirektion zu Grunde gelegt.
  • Mindestauszahlungsbetrag 250 € je Antrag.
  • Ab einer förderfähigen Fläche von 100 ha erfolgt eine degressive Staffelung.

1. Berggebiete

Höhe der Zuwendung:

 Ertragsmesszahl der Gemarkung 
 Ausgleichszahlung bis zu (Euro/ha)
   EMZ bis 19,9  140
   EMZ 20,0 bis 24,9  130
   EMZ 25,0 bis 29,9  120
   EMZ 30,0 bis 34,9  110
   EMZ ab 35,0  100

2. Andere Gebiete als Berggebiete, die aus erheblichen naturbedingten Gründen benachteiligt sind ("Nicht-Berggebiete")

Höhe der Zuwendung:

Bewirtschaftungssystem 1) Futterbau Gemischt Marktfrucht
 Ertragsmesszahl der Gemarkung
 Ausgleichszahlung bis zu (Euro/ha)
   EMZ bis 24,9 80
70 45
   EMZ 25,0 bis 29,9 70
60 40
   EMZ 30,0 bis 34,9 60 50 35
   EMZ 35,0 bis 39,9 50 40 30
   EMZ 40,0 bis 46,6 40 30 25

1) Unterscheidung nach Bewirtschaftungssystem:

  1. Futterbaubetrieb; Betriebe mit einem Anteil Grünland und Ackerfutter an der landwirtschaftlichen Fläche des Betriebes von mindestens 70 %
  2. Gemischtbetrieb; Betriebe mit einem Anteil Grünland und Ackerfutter an der landwirtschaftlichen Fläche des Betriebes zwischen 30 % und 70 %
  3. Marktfruchtbetrieb; Betriebe mit einem Anteil Grünland und Ackerfutter an der landwirtschaftlichen Fläche des Betriebes von weniger als 30 %

Die Auszahlung der AZL steht unter dem Vorbehalt ausreichender Finanzmittel.

Die Fördersätze können unter Beachtung der allgemeinen Fördergrenzen durch Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zwecks Anpassung an die verfügbaren Haushaltsmittel insgesamt oder teilweise verändert oder gekürzt werden.

Die vollständige Beschreibung der förderfähigen Maßnahmen, Fördervoraussetzungen, Auflagen sowie Art und Höhe der Förderung entnehmen Sie bitte der AZL-Verwaltungsvorschrift.

Antragstellung

Untere Landwirtschaftsbehörde beim Landratsamt bis 15. Mai des Jahres mit FIONA im Rahmen des Gemeinsamer Antrag

Unterlagen (Karten, Gebietslisten und Fachartikel) zur Gebietsabgrenzung 2019, sowie zur historischen Abgrenzung bis 2018 und weitere Informationen finden Sie hier...

Stand: 06/2019

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